aktuell, 25.06.2026
Zwei schwere Erdbeben haben Venezuela erschüttert und immense Schäden angerichtet. Die gewaltigen seismischen Wellen wanderten einmal quer durch den Globus – und konnten selbst von unseren Messgeräten in Bonn und der Eifel aufgezeichnet werden.
Am Mittwochabend (Ortszeit) kam es im Norden Venezuelas nahe der Stadt Montalbán zu zwei heftigen Erschütterungen innerhalb von nur 39 Sekunden. Während das Katastrophengebiet vor Ort mit schweren Zerstörungen und eingestürzten Gebäuden kämpft, zeigt sich die immense Energie des Bebens auch auf der anderen Seite des Atlantiks.
Die hochempfindlichen donnerwetter.de-Seismografen in Bonn und in der Eifel, die zuletzt auch das Beben auf den Philippinen dokumentieren konnten, schlugen kurz nach dem Ereignis deutlich aus.
Für den Menschen hierzulande absolut nicht spürbar, erfassten die feinen Sensoren die sogenannten Oberflächenwellen, die sich durch die Erdkruste bis nach Europa ausgebreitet haben.
Es ist ein faszinierendes Phänomen der Geophysik: Starke Erdbeben auf fernen Kontinenten lassen sich regelmäßig auch in unseren Breitengraden wie ein seismischer Fingerabdruck nachweisen.
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